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BZ 6.2.: TSV liegt plötzlich zwei Punkte vorn

Mit nur 7 Feldspielern reiste der TSV am Sonnabend nach Nordhorn u. setzte sich gegen die mit Spielern aus der Zweitliga-Mannschaft verstärkte HSG II mit 32:29 durch. Ole Winter (hier im Bild) erzielte bei diesem „Sieg des Willens“ 4 Tore. Archivf. alg

Mit nur 7 Feldspielern reiste der TSV am Sonnabend nach Nordhorn u. setzte sich gegen die mit Spielern aus der Zweitliga-Mannschaft verstärkte HSG II mit 32:29 durch. Ole Winter (hier im Bild) erzielte bei diesem „Sieg des Willens“ 4 Tore. Archivf. alg

Nordhorn. Die Handballer des TSV Bremervörde bleiben Oberliga-Tabellenführer. Das Team hat am Sonnabend bei der HSG Nordhorn II 32:29 gewonnen und sich dabei auch von einem 14:18-Pausenrückstand nicht schrecken lassen. Vielleicht auch, weil die Grün-Roten wussten, dass bei einem Sieg ein Zwei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Barnstorf-Diepholz winkt. Denn der zuvor punktgleiche Zweite hatte bereits am Freitag sein Heimspiel gegen Hatten-Sandkrug mit 22:26 in den Sand gesetzt. Von Stefan Algermissen

Mit 29:3 Zählern liegen die Ostestädter seit Sonnabend erstmals seit Saisonbeginn zwei Punkte vor dem direkten Meisterschaftskonkurrenten und müssen sich nun ernsthafter denn je Gedanken über einen eventuellen Aufstieg machen. Bis es so weit war, hatten Salkic und Co. an der holländischen Grenze jedoch ein schweres Stück Arbeit zu verrichten. Auch, weil der TSV mit nur sieben Feldspielern nach Nordhorn reiste – darunter mit Lars von Kamp ein A-Jugendlicher.

Deshalb spielten die Bremervörder, bei denen gerade mit dem wegen seiner Handverletzung fehlenden Keeper Jan Mühlich und Kreisläufer Marcus Hölling zwei Spieler ihre Verträge verlängert haben (BZ berichtete), mit der gleichen Sieben durch. Was den Sieg „noch süßer“ (Trainer Sascha Rajkovic) machte.

„Die anderen Teams klagen alle über Personalsorgen, doch wir haben richtige“, meinte der Coach nach der Schlusssirene und sprach seinem Team ein Riesenkompliment aus: „Der heutige Erfolg war ein Beleg für den tollen Charakter der Mannschaft. Wie sie sich nach der ersten Hälfte zurückgekämpft hat, das war ganz großer Sport.“

In der Tat lagen die Grün-Roten, bei denen neben den Langzeitverletzten auch noch Krystian Brunkowski und Pascal Sauff wegen Magen-Darm-Grippe passen mussten, in den ersten 30 Minuten durchgehend hinten. Die HSG Nordhorn II, gegen die der TSV das Hinspiel im September noch locker mit 35:25 gewonnen hatte, konnte auf einige Akteure des Zweitliga-Teams zurückgreifen und beherrschte die Partie. Über 7:5 und 12:9 erspielte sich der Gastgeber eine 17:11-Führung. Das Spiel drohte, schon vor der Pause entschieden zu sein.

Doch die TSVer, die in der ersten Halbzeit mehrere 100-Prozentige nicht trafen, darunter gleich drei Siebenmeter, kämpften sich noch auf 14:18 heran. „Das war überhaupt die Grundlage dafür, dass wir das Spiel im zweiten Durchgang noch drehen konnten“, meinte Rajkovic in seiner Analyse. Zudem steigerte sich Keeper Maximilian Alpers nach dem Pausentee zur Form des jüngsten 30:28-Heimsiegs gegen Habenhausen. Der 23-Jährige bekam immer wieder die Hand an den Ball und brachte die HSG-Offensive damit zur Verzweiflung. „Eine ganz starke Vorstellung von Max“, freute sich der Coach.

So konnten die Gäste von der Oste in der 46. Minute zum 26:26 ausgleichen und danach sogar 29:27 in Führung gehen. Es blieb spannend bis 90 Sekunden vor dem Ende. Da traf der TSV zum 31:29. Anschließend brannte nichts mehr an. Garanten des Erfolges waren, was die Anzahl der Treffer betraf, einmal mehr Adnan Salkic und Marcus Hölling mit je neun Treffern.

Doch ein Sonderlob für einen einzelnen Feldspieler wollte der Trainer nach dem „eminent wichtigen Sieg“ nicht zulassen. „Wir haben mit der gleichen Sieben durchgespielt, eine ganz starke Mannschaftsleistung. Das muss man erstmal schaffen bei diesem so sehr, sehr starken Gegner, gegen den wir selbst mit unserer normalen Besetzung verlieren können“, meinte Rajkovic.

Der Trainer musste noch gestern Nachmittag vor dem Spiel des TSV-Damenteams vielsagend schmunzeln: „Man kann sich ja vorstellen, wie die ,Stimmung‘ im Bus auf der Rückfahrt war.“

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DIE ZAHLEN ZUM SPIEL:

HSG NORDHORN II: Dennis Bartels, Stefan Breer - Luca de Boer (7), Florian Lammering (6), Matthias Poll (4), Alexander Terwolbeck (4/1), Rouven Loepke (4/2), Hannes Hombrink (3), Christoph Poll (1), Dominic Schwenning, Lucas Wilbers, Marius Haverkamp, Jens Jürriens.

TSV BREMERVÖRDE: Max Alpers - Marcus Hölling (9), Adnan Salkic (8/4), Dennis Grote (7/3), Ole Winter (4), Torben Rode (3), Fabian Rojahn (1/1).

7-Meter:
HSG Nordhorn II: 3 von 6 verwandelt
TSV Bremervörde: 8 von 12 verwandelt

2-Minuten-Strafen:
HSG Nordhorn II: 3
TSV Bremervörde: 3

Spielfilm: 2:0, 2:1, 3:1, 4:2, 4:4, 6:4, 6:5, 8:5, 9:6, 10:7, 11:7, 11:9, 12:10, 13:10, 13:11, 17:11, 17:12, 18:12, 18:14 (HZ) - 18:15, 20:15, 20:16, 21:17, 22:18, 23:19, 24:20, 24:23, 25:23, 26:24, 26:27, 27:27, 27:29, 28:29, 28:30, 29:30, 29:32.

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