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BZ vom 01.10.2018: Thode rettet TSV einen Punkt

Marek Sickert zieht aus dem Rückraum ab und trifft. Auch das klappte in der ersten Halbzeit besser als in der zweiten. Nach einer 17:13-Pausenführung konnten die Bremervörder am Ende mit dem 27:27 und einem Punkt noch glücklich sein.

Marek Sickert zieht aus dem Rückraum ab und trifft. Auch das klappte in der ersten Halbzeit besser als in der zweiten. Nach einer 17:13-Pausenführung konnten die Bremervörder am Ende mit dem 27:27 und einem Punkt noch glücklich sein.

Handball: Bremervörde verspielt gegen Hatten-Sandkrug deutliche Führung und spielt glücklich 27:27

Von Stefan Algermissen BREMERVÖRDE. Fast hätte den TSV Bremervörde im dritten Heimspiel zum dritten Mal das gleiche Schicksal getroffen: Eine Niederlage mit einem Tor drohte auch am Sonnabend gegen die TSG Hatten-Sandkrug. Dann aber kam zwei Sekunden vor Ende Kreisläufer Jan-Ole Thode an den Ball, versenkte ihn zum 27:27- Endstand und rettete den Gastgebern nach einer verkorksten zweiten Halbzeit doch noch einen Zähler. Mit 3:7 Zählern rangiert der TSV nun auf Tabellenplatz elf.

Schöner Spielzug: Rückraumspieler Karol Moscinski spielt den Ball auf Kreisläufer Jan-Ole Thode.

Schöner Spielzug: Rückraumspieler Karol Moscinski spielt den Ball auf Kreisläufer Jan-Ole Thode.

Wie befürchtet mussten die Bremrervörder die Partie gegen Aufsteiger Hatten-Sandkrug erst einmal ohne Adnan Salkic angehen. Der Routinier humpelte mit seinem lädierten Fuß auf die Bank und sah dennoch eine zu Beginn dominante Vorstellung der Gastgeber. Nach sieben Minuten führte der TSV mit 4:0 und zeigte genau das, was sich Trainer Thomas Koch nach der 23:36-Packung in Fredenbeck gewünscht hatte: Einsatz und Leidenschaft. Während hinter der aggressiv zupackenden Deckung Keeper Sebastian Spark, der zum Start den Vorzug vor Steffen Krange erhielt, den Kasten sauber hielt, spielten die Bremervörder ihre Angriffe konsequent und mit Ruhe zu Ende. Nach diesem Vierer- Pack von Kreisläufer Jan-Ole Thode, Spielmacher Felix Weber sowie den Rückraumspielern Karol Moscinski und Marek Sickert blieb der TSV weiter vorn. Nach 14 Minuten hieß es 7:3, und als Felix Weber zwei Minuten später gar zum 9:4 traf, schnauzte Hattens Co-Trainer sein Team erstmal zusammen. „Reißt Euch jetzt mal den Ar... auf!“, polterte Robert Langner los. Dieses „Hallo-wach“ schien mit ein wenig Abstand zu wirken. Die Bremervörder führten nach 20 Minuten zwar immer noch mit 11:6, doch danach bahnte sich an, dass es doch erneut einen Handball-Krimi geben könnte in der mit rund 150 Zuschauern besetzten Sporthalle in der Gnarrenburger Straße. Irgendwie schien plötzlich der Wurm drin zu sein im TSV-Spiel, und gut zwei Minuten vor der Pause stand es plötzlich nur noch 14:13. Da traf es sich gut, dass die letzten drei Treffer des ersten Durchganges wieder die Gastgeber erzielten und doch noch mit komfortabler 17:13-Führung den Pausentee trinken konnten. Doch die Konstanz der ersten 20 Minuten fand das Team von Trainer Koch nicht wieder. In der 38. Minute lag Bremervörde zwar noch mit fünf Toren vorn, doch danach kamen die nun Hoffnung witternden Gäste von 20:15 auf 22:21 heran. Vor allem Gästespieler Jonas Schepker, der zehn Mal traf, bereitete der TSV-Verteidigung Kopfzerbrechen. Die Partie war wieder offen und der TSV sichtlich nervös. Ein Pechvogel in dieser Phase war sicherlich der junge Rechtsaußen Joscha Janssen, der dreimal völlig frei am Gästekeeper scheiterte. Nach knapp 53 Minuten führte der Aufsteiger aus dem Oldenburgischen mit 25:23, und jetzt sah Trainer Koch die Zeit gekommen, Adnan Salkic doch noch auf die Platte zu schicken. Der „Leader“ des jungen Teams verzog zwar mehrfach das Gesicht beim Auftreten, hielt sein Team aber mit zwei starken Treffern in der Partie. Den zweiten erzielte er 75 Sekunden vor dem Ende zum 26:26. Da spielte der TSV bereits in Unterzahl, weil Philipp Habermann, mit sieben Treffern der erfolgreichster TSV-Schütze, bei 58:13 Minuten eine Zwei-Minuten- Strafe aufgebrummt wurde. Die Gäste gingen 42 Sekunden vor Schluss erneut mit 27:26 in Führung, doch dann kam der Auftritt von Jan-Ole Thode. Einen Freiwurf wenige Sekunden vor dem Ende spielte Salkic geschickt auf den Kreisläufer, der unter Bedrängnis den Ausgleich erzielte. So richtig freuen konnte sich TSVer darüber erst einmal nicht. Er lag mit Schmerz verzerrtem Gesicht am Boden und musste durchpusten nach dem Check seines Gegenspielers. Trainer Thomas Koch wusste da zunächst nicht, ob er sich freuen oder ärgern sollte: „Spielerisch haben wir sicherlich einen Punkt verloren, kämpferisch am Ende einen gewonnen. Die ersten 20 Minuten waren gut, danach haben wir zu viele Fehler gemacht. Aber und war schon klar, dass es ohne Adnan und Benni Nijland und mit dem angeschlagenen Karol Moscinski (Schulterprobleme, d. Red.) schwer werden würde in der zweiten Hälfte.“ Weiter geht es für den TSV Bremervörde erst in knapp drei Wochen: Am Sonntag, 21. Oktober, muss das Team beim TV Bissendorf- Holte antreten. Koch: „Jetzt schnaufen wir erst einmal durch. Und dann gehen wir mit einem hoffentlich wieder vollen Kader die weiteren Aufgaben an.“

Statistik:
› TSV Bremervörde - TSV Hatten- Sandkrug 27:27 (17:13).

› TSV: Sebastian Spark, Steffen Krange – Philipp Habermann 7/2, Joscha Janssen, Jannes Hollstein 2, Adnan Salkic 2, Finn Thode, Jan-Ole Thode 4, Marek Sickert 6, Felix Weber 5, Karol Moscinski 1.

› TSG: Hendrik Bruns, Jan-Peter Steffens – Marco Kirschen 4, Jonas Schepker 10, Tjark Sauer 1, Till Schinnerer 1, Mirko Menkens 2, Kevin Larisch 1, Andre Haake 7, Bernd Spille, Keno Lücken, Christian Wolf 1.

› Spielfilm: 4:0, 6:1, 7:2, 7:3, 9:3, 9:5, 11:6, 11:8, 13:11, 14:13, 17:13 – 17:14, 19:14, 20:15, 20:18, 21:20, 22:24, 23:24, 23:25, 25:25, 25:26, 26:27, 27:27.

› Siebenmeter: 2/2 : 1/3

› Schiedsrichter: Hendrik Dieckmann, Alexander Riemer


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