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BZ vom 05.11.2018: Bremervördes Handballer rutschen auf letzten Platz

Lage in der Oberliga immer prekärer – TSV verliert Kellerduell bei der HSG Barnstorf/Diepholz mit 26:33 Toren

Von Michael Brinkmann BREMERVÖRDE. Die Situation der Handballer des TSV Bremervörde wird immer prekärer. Der Oberligist konnte auch am 8. Spieltag keine Punkte holen und wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg. Der neue Tabellenletzte (3:13 Punkte) verlor das Kellerduell bei der HSG Barnstorf/ Diepholz mit 26:33 (14:16). Die Bremervörder konnten dem Gastgeber nur bis Mitte der zweiten Halbzeit Paroli bieten.

Trainer Thomas Koch musste nach der erneuten Niederlage erst mal den Kopf wieder freibekommen und reiste am Sonnabend mit seiner Frau an die Ostsee – frischen Wind um die Ohren pusten lassen. Den könnte wohl auch die Mannschaft gut gebrauchen, die tief im Abstiegskampf steckt und jetzt auch noch ein Torwartproblem hat, denn Sebastian Spark fällt erst einmal aus. Die Partie am Freitag in Diepholz war erst wenige Minuten alt, da prallte der TSV-Keeper mit einem Barnstorfer Spieler so unglücklich zusammen, dass er sich einen Knochen im Mittelfuß brach und vom Feld musste. Mit Steffen Krange verfügen die Bremervörder zwar über einen zweiten guten Schlussmann, der steht aber unter der Woche im Training nicht zur Verfügung, da er in Clausthal-Zellerfeld studiert. Sparks Verletzung blieb am Freitag nicht das einzige Missgeschick. Schon Mitte der ersten Halbzeit musste auch Philipp Habermann passen. Der junge Rückraumspieler war bei einer Angriffsaktion auf die Seite gefallen und konnte wegen starker Schmerzen nicht mehr weitermachen. Eine Verletzungs-Diagnose steht noch aus. Zu diesem Zeitpunkt war für den TSV im Kellerduell noch nichts verloren. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, und die HSG Barnstorf/Diepholz, bei der der Ex-Bremervörder Lars von Kamp wegen Verletzung nicht auf der Platte stand, ist aktuell ein ganzes Stück entfernt von der Klasse der vergangenen Jahre. Umso ärgerlicher, weil vermeidbar, war aus Sicht von Trainer Thomas Koch deshalb am Ende die Niederlage. Die Bremervörder scheiterten am Freitag zum einen an ihrer Chancenverwertung, zum anderen aber am Ende auch an ihrer Abwehrleistung. Dabei machte das Team in der ersten Halbzeit vieles gut, ließ sich von einer Manndeckung gegen Adnan Salkic nicht aus dem Konzept bringen und bestimmte die ersten 20 Minuten. „Wenn wir mit sechs Toren führen, kann sich Barnstorf nicht beschweren. Aber wir haben den Torhüter zum Weltmeister geworfen“, sagte Thomas Koch. Statt mit einer Führung in die zweite Halbzeit zu gehen, lagen die TSVer mit 14:16 hinten, nach dem sie fünf Minuten vor der Pause noch mit 13:12 vorne gelegen hatten. Auch danach verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Bis zur 45. Minute und einem 20:23- Rückstand war noch alles möglich. Dann aber folgten drei Gegentreffer in Folge innerhalb von drei Minuten. Der 20:26-Rückstand war bereits die Entscheidung, auch wenn Kreisläufer Jan-Ole Thode sein Team noch einmal auf vier Treffer heranbrachte. In dieser Phase häuften sich wieder die technischen Fehler, und hinten wurde nicht energisch genug zugepackt. Es fehlte aus Sicht des Trainers die mannschaftliche Geschlossenheit. „Es gab zuviel Eins-gegen-Eins-Gewürge“, so Thomas Koch. Einziger Lichtblick war noch ein Kempa- Tor, das den Youngstern Joscha Janssen und Noel Duhme zum 25:30 gelang. „Verletzungen, Schichtdienst der Spieler und da durch bedingtes unregelmäßiges Training machen sich jetzt einfach bemerkbar“, so Coach Thomas Koch, dessen Mannschaft am kommenden Sonntag mit der Partie beim VfL Edewecht den nächsten schweren Brocken vor der Brust hat und seit dem Beckdorf-Sieg Anfang September auf ein Erfolgserlebnis wartet.


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