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BZ vom 11.09.2017: Remis wie ein gefühlter Sieg

Bremervördes Neuzugang Philipp Habermann bestritt sein erstes Herren-Oberligaspiel und steuerte sieben Tore zum 27:27 bei. Fotos: Brinkmann

Bremervördes Neuzugang Philipp Habermann bestritt sein erstes Herren-Oberligaspiel und steuerte sieben Tore zum 27:27 bei. Fotos: Brinkmann

Handball-Oberliga: Neuzugang Luka Stein rettet TSV Bremervörde das 27:27 gegen Schwanewede

Von Michael Brinkmann BREMERVÖRDE. Es war zwar nur ein Unentschieden, doch Bremervördes Handballer feierten es wie einen Sieg. Der Oberligist erreichte am Sonnabend bei der Saison-Heimpremiere in fast letzter Sekunde ein 27:27 gegen die HSG Schwanewede-Neuenkirchen. Das Remis war vor allem einen Punktgewinn fürs Selbstvertrauen. Nächsten Sonnabend (18 Uhr) kommt Drittliga- Absteiger Beckdorf an die Oste.

Er durfte sich feiern lassen: Luka Stein erzielte Sekunden vor Schluss den Treffer zum 27:27.

Er durfte sich feiern lassen: Luka Stein erzielte Sekunden vor Schluss den Treffer zum 27:27.

Im ersten Heimspiel funktionierte bei der auf mehreren Positionen neuformierten Bremervörder Mannschaft längst nicht alles. Und auch die neue Umgebung war nicht nur für die Zuschauer eine Umstellung, sondern auch für die Spieler. Die Atmosphäre in der Halle Gnarrenburger Straße ist allein schon wegen der über dem Spielfeld gelegenen Tribüne eine andere als in der Halle am Gymnasium, wo die Bremervörder bisher gespielt haben. Doch als es drauf ankam, waren die rund 180 TSV-Fans da und unterstützten ihr Team. „Und die Zuschauer brauchen wir einfach“, freute sich denn hinterher auch Lars von Kamp. Der Linksaußen und seine Mitspieler hatten ihren Anhängern zwar keine handballerische Glanzleistung präsentiert, dafür aber einen Fight bis zur Schlusssirene. Und die ertönte vier Sekunden nach dem sich Neuzugang Luka Stein auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, ein Schwaneweder Spieler ins Stolpern geraten war und der Ball zum 27:27-Endstand im Netz gezappelt hatte. „Am Ende haben wir uns das verdient“, meinte von Kamp. Ähnlich sah es auch Thomas Koch. „Es war sicherlich ein bisschen glücklich, aber die Jungs haben sich das Unentschieden hart erarbeitet und sich gegenüber dem ersten Spiel gesteigert. Die Einstellung war top“, sagte der neue TSV-Trainer. Koch betont aber zugleich, dass sich die Mannschaft nach dem personellen Umbruch erst noch finden müsse und bittet um Geduld. Dass es sowohl vorne als auch hinten „noch stockt, ist ganz normal“, so der Coach. Aus Sicht von Gästetrainer Andres Swalkiewicz war das Unentschieden ein ärgerlicher Punktverlust, denn seine Mannschaft hatte ab der 10. Minute immer in Führung gelegen und den Vorsprung bis auf fünf Treffer ausgebaut. Beim 24:19 waren nur noch knapp zwölf Minuten zu spielen. „Wir haben es aber versäumt, den Sack endgültig zuzumachen, und man muss auch sagen, dass sich die Bremervörder voll reingehängt haben“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Während sich bei seiner Mannschaft die Patzer häuften, tendierte die vorher recht hohe Offensiv- Fehlerquote bei den Gastgebern in der Schlussphase gen null. Der TSV, bei dem Neuzugang Philipp Habermann in seinem ersten Oberligaspiel für viel Tempo sorgte, holte Tor um Tor auf, schaffte nach Foul an Adnan Salkic per Siebenmeter von Lars von Kamp mit dem 26:26 erstmals wieder den Gleichstand, steckte das 26:27 durch HSG-Shooter Marc Blum weg, und schaffte schließlich mit dem letzten Angriff durch den jungen Luka Stein das 27:27.

Telegramm
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TSV Bremervörde - HSG Schwanewede/ Neuenkirchen 27:27 (12:14).

TSV: Sebastian Spark - David Brune (1), Lars von Kamp (7/1), Philipp Habermann (6), Luka Stein (1), Jan Mangels (4), Sven Wilkens, Adnan Salkic (4/1), Jan-Ole Thode (4).

Spielfilm: 1:0, 3:2, 3:4, 6:9, 8:12, 12:14 - 16:18, 19:24, 22:26 (52.), 26:26, 26:27,
27:27.


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