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BZ vom 16.04.2018: Handballer-Party in der Umkleide

Lachende Gesichter nach dem Schlusspfiff: Bremervördes Handballer blieben auch im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage. Das Team setzte sich mit 25:20 gegen Elsfleth durch. Fotos: Brinkmann

Lachende Gesichter nach dem Schlusspfiff: Bremervördes Handballer blieben auch im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage. Das Team setzte sich mit 25:20 gegen Elsfleth durch. Fotos: Brinkmann

Oberligist TSV Bremervörde verlässt nach 25:20-Heimsieg gegen Mitkonkurrent Elsflether TB die Abstiegsränge

Von Michael Brinkmann BREMERVÖRDE. Wäre die Saison jetzt beendet, hätten Bremervördes Handballer den Oberliga- Klassenerhalt in der Tasche. Das Team setzte sich am Sonnabend in eigener Halle mit 25:20 gegen den neuen Vorletzten Elsflether TB durch und kletterte mit jetzt 19:27 Punkten auf den definitiv sicheren 10. Tabellenplatz. Doch noch stehen drei Spieltage auf dem Programm. Die Bremervörder müssen also weitere Punkte sammeln. Ihren Heimerfolg genossen die TSVer allerdings erst einmal in vollen Zügen. Die Spieler machten die Umkleidekabine in der Halle Gnarrenburger Straße kurzerhand zum Partyraum.

In die Mangel genommen: TSV-Kreisläufer Finn Thode.

In die Mangel genommen: TSV-Kreisläufer Finn Thode.

Drei Spieltage vor Saisonende ist die Abstiegsfrage längst nicht entschieden. Ziemlich sicher scheint jetzt allerdings, dass drei Mannschaften die Oberliga verlassen müssen, denn der VfL Fredenbeck verlor in der 3. Liga Nord in Oranienburg (siehe Bericht auf dieser Seite) und bleibt mit zwei Punkten Rückstand auf einem Abstiegsplatz. Sollte es dabei bleiben, müsste eine Spielklasse tiefer neben den zwei Regelabsteigern ein weiteres Team in den sauren Abstiegs-Apfel beißen. Nicht nur aus diesem Grund drückt Bremervördes Trainer seinem Ex- Verein für die verbleibenden Partien kräftig die Daumen. „Ein Fredenbecker Abstieg aus der 3. Liga wäre außerdem für die gesamte Handball-Region der Supergau“, findet Thomas Koch. Super-Stimmung herrschte hingegen am Sonnabend nach dem Schlusspfiff in der Kabine der Bremervörder Handballer. Mit dem Sieg gegen den Mitkonkurrenten Elsflether TB hat der TSV seine Chancen, den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen zu können, noch einmal verbessert. Das Team ist seit sechs Spielen ungeschlagen und will, dass diese Serie am nächsten Sonnabend auch im Duell mit dem „ewigen Rivalen“ SG Achim/Baden hält. Den Heimerfolg erkämpften sich die Grün-Roten vor rund 220 Zuschauern vor allem durch eine „überragende Abwehrleistung“, wie Trainer Thomas Koch meinte. Das galt vor allem für die erste Halbzeit, in der der TSV erst in der 15. Minute den ersten Gegentreffer zum zwischenzeitlich 4:1 kassierte und bis zur Pause nur noch sechs weitere. 10:7 lagen die Bremervörder zur Halbzeit vorne. Im Offensivspiel hatten aber auch die Gastgeber so ihre Probleme. Die Folge war ein Zwischenspurt der Elsflether, die von etlichen Fans lautstark unterstützt wurden, zum 7:7-Zwischenstand. Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatten die Bremervörder. Mit einem gut aufgelegten Steffen Krange im Tor wurde der Vorsprung über 13:8 und 16:10 auf 19:11 ausgebaut. Das Spiel schien gelaufen. Doch Elsfleth gab sich nicht geschlagen, und beim TSV geriet das Angriffsspiel ins Stocken. Sieben Minuten vor Schluss hatte der Gast auf 20:16 verkürzt. „Letztlich haben wir uns in Phasen, in denen der Gegner herangekommen ist, aber nicht vom Kurs abbringen lassen. Das Team ist positiv geblieben und hat gute Entscheidungen getroffen“, sagte Thomas Koch. So sorgte schließlich Adnan Salkic, der früh in Manndeckung genommen wurde und dem in der ersten Halbzeit wenig gelungen war, mit seinen ersten beiden Treffern der Partie vier Minuten vor Schluss für die Entscheidung. „Das war natürlich heute kein schönes Spiel. Wichtig sind die zwei Punkte“, meinte der 37-Jährige nach der kampfbetonten aber nie unfairen Partie mit zwei umsichtig leitenden Schiedsrichtern Georg Hesselbarth und Stefan Schminke. „Im Abstiegskampf kann man kein hochklassiges Spiel erwarten. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich trotzdem absolut zufrieden. Die Jungs haben in der Rückrunde eine tolle Entwicklung gemacht. Wer hätte vor zwei Monaten gedacht, dass wir den Klassenerhalt jetzt selber in der Hand haben“, sagte Trainer Thomas Koch, der nun hofft, auch am kommenden Sonnabend in Achim zu punkten, um dann vielleicht schon am 28. April im letzten Heimspiel gegen den TuS Rotenburg (19.30 Uhr, Halle Tetjus- Tügel-Straße) den Oberliga- Verbleib feiern zu können.

TSV Bremervörde: Sebastian Spark, Steffen Krange, David Brune (2), Adnan Salkic (3), Felix Weber (4), Jannes Hollstein (1), Sven Wilkens (4), Tim Schlichting (2), Lars von Kamp (6/1), Philipp Habermann (2), Roman von Kamp, Jan- Ole Thode, Finn Thode (1)

Zeitstrafen: 8:6 Minuten

Spielfilm: 4:0, 4:2, 6:3, 7:7, 10:7 -13:8, 16:10, 18:11, 20:12, 20:16, 22:18, 25:20


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