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BZ vom 17.09.2018: TSV im Derby nicht clever genug

Der TSV Bremervörde – hier mit dem 18-jährigen Joscha Janssen – musste eine 25:26-Heimniederlage im Landkreis-Derby gegen den TuS Rotenburg hinnehmen. Fotos: Brinkmann

Der TSV Bremervörde – hier mit dem 18-jährigen Joscha Janssen – musste eine 25:26-Heimniederlage im Landkreis-Derby gegen den TuS Rotenburg hinnehmen. Fotos: Brinkmann

Handball-Oberliga: Bremervörder kassieren bittere Heimniederlage gegen TuS Rotenburg – Sonnabend nach Fredenbeck

Von Michael Brinkmann BREMERVÖRDE. Diese Niederlage tut weh. Der TSV Bremervörde hat das Landkreisuell der Handball- Oberliga gegen den TuS Rotenburg mit 25:26 verloren. Das Team hat somit nach drei Spielen nur den Sieg in Beckdorf auf dem Konto und steht bereits unter Erfolgsdruck. Am kommenden Sonnabend geht‘s zum Derby nach Fredenbeck. Der VfL ist noch ohne Punktverlust.

Lange Gesichter nach der Derby-Niederlage bei den Bremervördern.

Lange Gesichter nach der Derby-Niederlage bei den Bremervördern.

Die Niederlage schmerzte nicht nur, weil es das Prestigeduell gegen den TuS Rotenburg war, sondern auch, weil wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt nicht aufs Konto verbucht werden konnte. Und wenigstens ein Zähler wäre für die Bremervörder drin gewesen. Die Gastgeber waren am Ende jedoch nicht nervenstark genug und hockten nach dem Schlusspfiff ziemlich frustriert in der Kabine, während Rotenburgs Handballer Party machten – erst in der Halle und später davor; mit Ghettoblaster, Bier und den zahlreich mitgereisten Fans. Einer fehlte allerdings in der Runde: TuS-Spieler Jens Behrens hatte sich bei einem Zweikampf kurz vor Schluss verletzt und musste mit Verdacht auf Schultereckgelenkssprengung ins Krankenhaus. Für die neutralen Zuschauer boten die 60 Derbyminuten am Sonnabend beste Unterhaltung. Die Partie war zwar kein spielerischer Leckerbissen, das Eintrittsgeld aber dennoch wert. Das Spiel vor rund 350 Besuchern lebte vom kämpferischen Einsatz beider Mannschaften, mehrfach wechselnden Führungen, Spannung bis zum Schluss und ordentlich Stimmung auf den Tribünen. „Ein Schönheitswettbewerb war hier auch nicht zu erwarten“, meinte Rotenburgs Trainer Nils Muche.

Knappe Pausenführung

Dessen Mannschaft bestimmte am Sonnabend die ersten 20 Minuten und machte ordentlich Tempo. Zwar ging der TSV durch seinen jungen Rechtsaußen Joscha Janssen in Führung und lag bis zum 3:2 vorn, tat sich anschließend jedoch schwer gegen die offensiv agierende Gäste-Abwehr. Die Folge waren Gegenstoßtreffer der Rotenburger und ein 5:8-Rückstand. TSV-Coach Thomas Koch nahm eine Auszeit und stellte an ein paar Stellschrauben. Sein Team funktionierte danach besser und machte bis zur Pause aus dem Rückstand eine 12:11-Führung. Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatte allerdings der TuS Rotenburg, der mit 13:12 in Führung ging. Anschließend ging‘s weiter munter hin und her. Mal lag der TSV vorn, dann wieder die Gäste, die über 60 Minuten den etwas stärkeren Keeper zwischen den Pfosten hatten. TuS-Schlussmann Yannick Kelm wehrte unter anderem drei Siebenmeter ab und vor allem immer wieder Würfe von den Außenpositionen. Bei den Bremervörder Feldspielern fehlte insgesamt ein wenig die Konstanz im Abschluss. Sei es Adnan Salkic, Felix Weber oder auch Philipp Habermann – Licht und Schatten wechselten sich ab. Zehn Minuten vor dem Ende schien es dann aber dennoch so, als dass der TSV Bremervörde die Partie für sich entscheidenden könnte. Mit zwei Treffern in Folge sorgte Karol Moscinski erstmals für eine Zwei- Tore-Führung (22:20). Die hielt jedoch nur kurz. Die Rotenburger ließen nicht locker und schafften in der 56. Minute durch Jens Behrens das 24:24. Felix Weber brachte den TSV per Siebenmeter noch einmal in Führung, kassierte aber nach dem 25:25 durch Luka Bruns eine Zeitstrafe. Das Unterzahlspiel überstanden die Bremervörder zwar ohne Gegentreffer, weil Keeper Steffen Krange das mögliche 25:26 verhinderte, doch im Gegenzug scheiterte Habermann 30 Sekunden vor dem Ende. Rotenburg war somit in Ballbesitz, nahm eine Auszeit und kam neun Sekunden vor dem Abpfiff der über 60 Minuten betrachtet gut leitenden Schiedsrichter Marcel Lichtenberg und Jan Schweier zum Siegtreffer und damit zum ersten Erfolg im Oberliga-Landkreisduell gegen Bremervörde. „Heute haben die Jungs das erste Mal ein Derby so gespielt, wie man es spielen muss“, sagte Gästecoach Muche. Bremervördes Coach Thomas Koch beklagte die Chancenwertung seiner Mannschaft. „Wir haben zu viele klare Chancen vergeben und hatten im Angriff zu wenig Bewegung. In der entscheidenden Phase war Rotenburg heute cleverer.“


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