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BZ vom 21.09.2018: Rückkehr ins Wohnzimmer

Thomas Koch: Früher ein blau-weißer Fredenbecker – heute Trainer der grün-roten Bremervörder. Foto: Brinkmann

Thomas Koch: Früher ein blau-weißer Fredenbecker – heute Trainer der grün-roten Bremervörder. Foto: Brinkmann

Trainer Thomas Koch spielt morgen mit dem TSV Bremervörde bei seinem Ex-Verein VfL Fredenbeck

Von Michael Brinkmann BREMERVÖRDE. Die Handballer des TSV Bremervörde bleiben im Derby-Modus. Eine Woche nach der 25:26-Heimniederlage gegen Rotenburg geht‘s morgen zum VfL Fredenbeck. Zum Spiel in der Geestlandhalle wird eine große Zuschauerkulisse erwartet. Anwurf ist um 19.30 Uhr. „Wir hoffen, dass uns ganz viele Bremervörder unterstützen werden“, sagte gestern TSV-Trainer Thomas Koch.

Fredenbeck gegen Bremervörde – diese Begegnung ist für Trainer Thomas Koch und auch für einige Spieler eine ganz besondere. Der TSV-Coach kehrt in die Halle zurück, in der er vor 30 Jahren große Erfolge feierte und die so etwas wie sein „Wohnzimmer“ war. Damals noch zu großen Bundesligazeiten und vor meist ausverkauften Rängen. Koch lief hier von 1986 bis 1992 als Spieler auf, schaffte 1988 mit Handballgrößen wie Binjo Tluczynski oder Christian Schwarzer den Aufstieg in die 1. Liga. 96/97 kehrte er noch einmal für ein halbes Jahr als Trainer der ersten Mannschaft zurück, spielte später lange Zeit in Fredenbecks „Vierter“, unter anderem zusammen mit Maik Heinemann oder Hajo Klintworth und war Coach der B-Jugendmannschaft. Einige von diesen Talenten wird er morgen als Spieler der ersten Herrenmannschaft wiedersehen. „Die Verbindung zum VfL ist nach wie vor intensiv, und für mich ist das sicherlich auch ein besonderes Spiel, aber es geht hier um Mannschaft“, sagt Koch. Und die möchte er auch in dieser Saison gerne zum Klassenerhalt führen. Wiedersehen und Rückkehr ist das morgige Derby auch für Karol Moscinski. Der Bremervörder Rückraumspieler gehörte bis zum Sommer zum erweiterten Kader der Fredenbecker Drittligamannschaft. Jetzt will er mit seinen Toren dafür sorgen, dass die Bremervörder in Fredenbeck vielleicht eine Überraschung schaffen. Mit Sebastian Spark steht ein weiterer Ex- Fredenbecker im Tor des TSV Bremervörde; morgen allerdings nicht, denn „Sparki“ ist im Urlaub. Ganz andere Ziele als der TSV Bremervörde haben die Verantwortlichen des VfL. „Mission Aufstieg“ lautet hier das Motto. Dass Fredenbeck erstmals seit 1980 in der vierten Liga auflaufen muss, wurmt viele und soll schon im Mai 2019 wieder Geschichte sein. Die Rückkehr in die 3. Liga ist das erklärte und nachvollziehbare Ziel. Dem Erwartungsdruck hat die Mannschaft, die gegenüber der Vorsaison auf vielen Positionen neu zusammengestellt worden ist, bisher standgehalten. Der VfL steht zusammen mit dem zweiten großen Favoriten, OHV Aurich, nach drei Spielen ohne Minuspunkt an der Tabellenspitze. Die Rollen vor dem Derby sind aus Sicht von TSV-Trainer Koch deshalb klar vergeben: „Wir können da unbeschwert hinfahren und eigentlich nur gewinnen. Fredenbeck mit seinem breit aufgestellten Kader ist gerade in eigener Halle der klare Favorit. Ich denke aber, dass uns nach unseren bisherigen Leistungen und knappen Ergebnissen, auch keiner unterschätzen wird“. Aber genau das wiederum könnte es für Bremervördes Handballer nicht unbedingt einfacher machen in der Geestlandhalle.


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