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BZ vom 29.10.2018: Beim TSV schrillen die Alarmglocken

Heimniederlage gegen Achim/Baden: Der TSV Bremervörde – hier mit Philipp Habermann, Adnan Salkic und Jan-Ole Thode – verlor mit 26:30. Fotos: Brinkmann

Heimniederlage gegen Achim/Baden: Der TSV Bremervörde – hier mit Philipp Habermann, Adnan Salkic und Jan-Ole Thode – verlor mit 26:30. Fotos: Brinkmann

Handball-Oberliga: TSV Bremervörde kassiert Heimniederlage gegen Achim/Baden und rutscht auf vorletzten Platz ab

Von Michael Brinkmann BREMERVÖRDE. Es ist zwar erst etwas mehr als ein Viertel der Saison gespielt, doch für die Handballer des TSV Bremervörde ist die Situation schon jetzt ernst. Der Oberligist unterlag am Sonnabend in eigener Halle mit 36:30 gegen die SG Achim/Baden und ist auf den vorletzten Platz abgerutscht. „Achim war cleverer und hat verdient gewonnen“, sagte Trainer Thomas Koch.

An ihm lag’s nicht: TSV-Torhüter Sebastian Spark.

An ihm lag’s nicht: TSV-Torhüter Sebastian Spark.

3:9 Punkte – das ist die magere Ausbeute der Bremervörder nach sieben Spielen. Und die nächsten Aufgaben werden nicht einfacher. Am kommenden Freitag geht‘s zur HSG Barnstorf/Diepholz, am 11. November nach Edewecht, ehe am 24. November das Heimspiel gegen den Drittletzten Delmenhorst folgt. Im Heimspiel Nummer vier gab‘s am Sonnabend das Duell gegen den langjährigen Rivalen Achim/Baden. Und wie in der Vorsaison feierten die Gäste einen Auswärtssieg; den ersten der Saison, während die Bremervörder weiterhin auf den ersten Heimerfolg warten. Den verpassten die Gastgeber aus vielerlei Gründen; unter anderem weil das Team in der Defensive nicht energisch genug zupackte und sich direkt vor der Pause einen kollektiven Blackout leistete. „Seit ihr denn total bescheuert“, machte einer der rund 180 Zuschauer seinem Unmut kurz vor dem Halbzeitpfiff Luft, nachdem der TSV mit 11:9 und 14:13 vorne gelegen hatte, daraus aber innerhalb weniger Minuten ein 14:17-Rückstand geworden war. Achim/Baden hatte die Geschenke der Grün-Roten dankend angenommen. Bis dahin war die Partie vor allem die Show von Adnan Salkic. Der Routinier hatte einen tollen Lauf und erzielte elf Tore. Auch nach dem Wechsel war es zunächst der Bremervörder Rückraumspieler, der seine Mannschaft zusammen mit Keeper Sebastian Spark im Spiel hielt. Anschließend bekam Achim/Baden den Goalgetter durch eine offensivere Abwehr jedoch in den Griff und gewann am Ende verdient. Zwar boten die Gäste dem TSV in der Schlussphase mehrfach die Möglichkeiten, wenigstens einen Punkt an der Oste zu behalten, die Bremervörder nahmen die Geschenke jedoch nicht an, machten statt Tore technische Fehler und scheiterten wie schon zuvor in Bissendorf insgesamt vier Mal per Siebenmeter, sodass Achim/Badens Routinier Florian Block-Osmers 90 Sekunden vor Schluss mit dem 29:26 für die Entscheidung sorgen konnte. Bremervördes Coach Thomas Koch monierte vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft: „Abwehr zu spielen, ist kein Hexenwerk; aber du musst es wollen. 26 Tore müssen für uns eigentlich zum Sieg reichen. Wenn wir jetzt nicht mal anfangen, wirklich zu zupacken, wird es verdammt schwer. Unsere Leistung heute war schon dürftig“. „Das Spiel hat vom Kampf gelebt. Dass es schwer werden würde, hatte ich erwartet. Umso glücklicher sind wir, dass wir den ersten Auswärtssieg geschafft haben. Dazu hat eine medium überzeugende Leistung gereicht. Die gute Leistung von Torwart Arne von Seelen hat uns dabei am Ende sicherlich geholfen“, sagte Gästetrainer, Tobias Naumann nach dem Erfolg bei seinem Ex- Verein – übrigens am Jahrestag des wohl publikumswirksamsten Spiels in der Geschichte des TSV Bremervörde. Am Sonnabend vor genau 20 Jahren traf der Verein im DHB-Pokal vor mehr als 700 Zuschauern auf den THW Kiel.

Telegramm
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TSV Bremervörde - SG Achim/Baden 26:30

TSV Bremervörde: Sebastian Spark, Steffen Krange - Adnan Salkic (14/1), Joscha Janssen, Benjamin Nijland, Felix Weber (2), Jan-Ole Thode (3), Karol Moscinski (4/1), Philipp Habermann (2), Jannes Hollstein, Marek Sickert (1), Noel Duhme (1)


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